Was unsere Kinder stark macht

Das kleine Wörtchen Resilienz bekommt in unserer Gesellschaft eine immer größere Bedeutung. Viele von uns haben beiläufig schon mal was von ihr gehört. Doch was bedeutet sie überhaupt?

In der Wissenschaft wird das Wort Resilienz als die innere Widerstandsfähigkeit des Menschen bezeichnet, um Krisen und belastende Lebensereignisse erfolgreich zu meistern. Sie ist der Grund, warum die Einen an Herausforderungen scheitern und Andere diese Hürden mit Leichtigkeit nehmen. Manche Wissenschaftler nennen sie sogar das Immunsystem unserer Seele.

Die Resilenzforschung besagt, dass ca. 50 % der inneren Widerstandsfähigkeit genetisch bedingt und somit angeboren sind. Die restlichen 50% werden erlernt und sind bis ins hohe Alter trainierbar. So wurden verschiedene Schutzfaktoren herausgearbeitet, die unsere Kinder in ihrer Resilienzbildung bestärken. Zu diesen gehören:

 

Selbstwahrnehmung

Selbststeuerung

Selbstwirksamkeit

Soziale Kompetenz

Problemlösefähigkeit

Adaptive Bewältigungskompetenz

 

Unsere Aufgabe als Eltern besteht darin, nicht nur in Krisenzeiten unsere Kinder in dieser Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Wer sich gern näher mit diesen 6 Fähigkeiten auseinandersetzen möchte, kann dies sehr gern auf diesem schönen Blog tun: Resilienz bei Kindern

In der Trauerarbeit hat die Resilienz eine große Bedeutung. Um mit Schicksalsschlägen umzugehen und sie zu bewältigen, wird häufig erst einmal die ganze Lebenswelt auf den Kopf gestellt. Kurz nach dem Tod des Tieres überwiegen für unsere Kinder der Schmerz und die Sehnsucht nach ihrem verstorbenen Liebling. Abschiedsrituale haben in dieser Phase eine große Bedeutung und helfen unseren Kindern, ein Gefühl für diese Situation zu entwickeln und sich in ihrer Trauer von uns verstanden und angenommen zu fühlen. Wie sich die Trauerphasen weiterentwickeln, ist höchst unterschiedlich. Es gibt Kinder mit einem hohen Redebedarf und andere, die nicht mehr viel über ihren Liebling sprechen möchten. So verschieden wie wir Menschen sind, so verschieden trauern wir auch. Für Kinder ist es wichtig zu erfahren, dass es in Ordnung ist, wie sie trauern. Dass sie selbst gut sind, so wie sie sind, und es okay ist, so zu fühlen, wie sie fühlen.

Die Zeiten von Trauer und Verlust sollten wir also nicht nur als etwas Negatives betrachten. Gemeinsam können wir daraus wachsen, für unsere Kinder da sein und sie stärken. Dieser Lebensabschnitt ist ein Lernprozess und macht unsere Kinder stark, um später weitere Hürden zu meistern.

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